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25 Jahre Hallenfußball-Festival: Ein Rückblick
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Spannende Spiele und herausragende Stimmung: so war es immer bei den bisherigen 24 Auflagen des Hallenfußball-Festivals der DJK Arminia Ibbenbüren. Selten war ein Endspiel eine klare Angelegenheit für den späteren Sieger. Oftmals musste sogar ein Penaltyschießen her, um den neuen Titelträger zu küren. Cupverteidiger sind Westfalia Westerkappeln (Vorturnier) und SF Lotte (Hauptturnier). Allerdings sind die Sportfreunde nicht dabei, da in einer Woche bereits die Saison fortgesetzt wird. Und da steht für den Spitzenreiter der Regionalliga zu viel auf dem Spiel.
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Bewährt hat sich längst, daß die Minikicker der DJK Arminia als Begleitkinder mit den Profis in die Halle einlaufen.
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Das Hallenfestival hat zahlreiche Geschichten geschrieben. Mannschaften aus 47 Vereinen waren bisher beim Hauptturnier in Ibbenbüren vertreten. Bei der 25. Auflage kommen mit den Neulingen SC Veendam, Spielvereinigung Greuther Fürth, Eintracht Frankfurt und TSV Havelse fünf weitere Clubs hinzu, so dass die 50er Marke geknackt wird. Aus sieben verschiedenen Nationen reisten die Teams an. Rekordgewinner sind VfL Osnabrück und VfL Bochum II mit jeweils vier Triumphen gefolgt von den Sportfreunden Lotte (3) und Rotor Wolgograd (2). Elf weitere Clubs triumphierten jeweils einmal.
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Die tolle Stimmung, die alljährlich in der Kreissporthalle herrscht, ist das große Plus des Hallenfestivals.
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Viele bekannte Fußballgrößen haben sich beim Hallenfestival wohl gefühlt. Allen voran der Bomber der Nation, Gerd Müller, der mit der U23 des FC Bayern München gleich sechs Mal in der Bergmannsstadt war. 2008 waren die heutigen Nationalspieler Marco Reus (Borussia Mönchengladbach) und Kevin Großkreutz (Borussia Dortmund) mit RW Ahlen sowie Mats Hummels (Borussia Dortmund) mit den Bayern noch dabei. Viele weitere prominente Bundesligaspieler wie Rüdiger Abramczik, Andreas Kutowski und Pele Wollitz sowohl als Spieler wie als Trainer haben das Ibbenbürener Publikum verzückt. Selbst Bastian Schweinsteiger war mit den Bayern-Amateuren in Ibbenbüren. Ende der 1980iger Jahre sorgte der finnische Nationalspieler Marco Myyry, der für den SV Meppen kickte, für Aufsehen.
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Ausverkauft war die Kreissporthalle bei den meisten der bisher 24 Auflagen.
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Immer gerne nach Ibbenbüren gekommen ist Thorsten Fink als Spieler-Routinier der Bayern-U23. Heute ist er Trainer des Hamburger SV. Der Bremer Coach Thomas Schaaf war als Trainer der zweiten Bremer Mannschaft schon da wie auch der langjährige Manager von Schalke 04, Rudi Assauer. Die Liste ließe sich beliebig lang weiterführen. Eines war bei allen gleich: Alle waren von der tollen Atmosphäre in der Kreissporthalle beeindruckt. Über 2000 Zuschauer haben die meisten Turniere gesehen. Weniger als 1500 Besucher waren es nie.
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1992 nahm erstmals eine Kreisauswahl am Turnier teil und schaffte prompt den zweiten Platz.
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Als am 17. Januar 1988 um 18.47 Uhr ein junger Spieler namens Ralf Heskamp den Siegerpokal in die Höhe streckte, fiel einem Mann ein riesiger Stein vom Herzen, Herward Niehoff. Der Erfinder des Hallenfußball-Festivals war ein großes Risiko eingegangen. Genau planen, welchen Weg dieses Hallen-Spektakel nehmen würde, konnte er nicht. Vergleichbares hatte es in der weiten Umgebung Ibbenbürens noch nicht gegeben. Aber der Mut Herward Niehoffs sollte belohnt werden. Die Premiere des Hallenfestivals war ein einziger Erfolg. 23 weitere Auflagen sollten noch folgen. Und noch heute ist das Turnier der DJK Arminia Ibbenbüren das größte Hallen-Spektakel im Münsterland. Die Premiere aber hatte es in sich. Sechs Mannschaften nahmen 1988 noch teil. Als Vorturniersieger hatte sich die Ibbenbürener SV für das Hauptfeld qualifiziert. Die ISV ist mit acht Qualifikationen ohnehin der Rekordsieger des Vorturniers. Zudem waren die Zweitligisten VfL Osnabrück und SV Meppen sowie Preußen Münster, ASC Schöppingen und Gastgeber DJK Arminia mit von der Partie. In einem lange Zeit packenden Finale setzten sich schließlich die Publikumslieblinge des VfL Osnabrück mit 4:1 gegen SV Meppen durch. Und so durfte der junge Ralf Heskamp den Siegerpokal in die Höhe stemmen. Das durfte er noch drei weitere Male machen. Denn auch bei den VfL-Triumphen 1989 und 1991 war der schnelle Rechtsaußen, der heute die Geschäftsstelle des VfL leitet, mit von der Partie.
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Ralf Heskamp vom VfL Osnabrück war 1988 der Erste, der den Siegerpokal des Hallenfestivals in die Höhe stemmen durfte.
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Bis 1993 gingen jeweils sechs Mannschaften an den Start. Die damalige sechste Auflage brachte dennoch eine große Neuerung und die bis heute größte Überraschung. Mit dem polnischen Club Zaglebie Lubin nahm erstmals ein ausländisches Team am Hallenfestival teil. Und prompt zogen die Polen ins Finale ein. Hier mussten sie sich aber einer Mannschaft beugen, die nun wahrlich keiner auf der Rechnung hatte, Preußen Lengerich. Der SCP um Trainer Jürgen Göers, war am Samstag zuvor durch die Qualifikationsmühle des Vorturniers gegangen. Dort blieb der damalige Verbandsligist ungeschlagen und behielt auch im Hauptturnier des damaligen First-Cups seine weiße Weste. Im Endspiel schossen dann Martin Hasenbein, Rolf Michel und zweimal Ludger Dierkes einen sensationellen 4:3-Erfolg heraus, woraufhin in Lengerich die Nacht zum Tag gemacht wurde.
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Das Logo des 1. Hallenfußball-Festivals 1988
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1994 gingen erstmals acht Mannschaften an den Start. Den Sieg sicherte sich der SV Meppen. Ein Jahr später war mit Rotor Wolgograd erstmals eine russische Mannschaft dabei. Prompt sicherte sich der damalige UEFA-Cup-Teilnehmer den Turniersieg mit 5:4 gegen die Lengericher Preußen, denen damit eine zweite Überraschung versagt blieb. Nachdem 1998 mit der U23 des VfL Bochum eine Jungprofi-Mannschaft ihr Debüt gab, versuchte es Bernhard Rohlmann, der mittlerweile die Organisation von Herward Niehoff übernommen hatte, 1999 mit einem neuen Konzept und der Verpflichtung von Nachwuchs-Teams der Bundesliga-Clubs. Die Idee war von Erfolg gekrönt, denn die Jungprofis zeigten herzerfrischenden Hallenfußball. Auf Anhieb triumphierte Borussia Dortmund II.
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Die Sportfreunde Lotte gewannen das Festival zuletzt drei Mal in Folge und sind damit amtierender Titelträger.
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Einer der schillerndsten Teilnehmer war die Filmmannschaft das „Wunder von Bern“, die 2004 vor dem Amateuren von Bayern München Dritter wurde. Die Bayern waren insgesamt sieben Mal in Ibbenbüren am Start. Obwohl Trainer Hermann Gerland und sein „Co“ Gerd Müller die Jungs ohne Ende motivierten, reichte es nie zum Turniersieg. Die beste Platzierung war der zweite Platz 2008.
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Der Bomber der Nation, Gerd Müller (rechts) war über viele Jahre einer der schillerndsten Persönlichkeiten des Festivals. Zusammen mit Hermann Gerland (links) und den Jungprofis des FC Bayern war er sechsmal in Ibbenbüren.
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Durch die Verpflichtung der U23-Mannschaften von Profi-Clubs zog auch echte Bundesliga-Atmosphäre in die Kreissporthalle ein. Mit Schals, Kutten und Trompeten ausgestattet, unterstützten viele echte Fans auch „ihre“ zweite Mannschaft. Und so zeigte sich das Hallenfestival in den vergangenen Jahren stets farbenfroh und bestach durch eine beeindruckende Atmosphäre. Seit einigen Jahren sorgt ein immer enger werdender Rahmenterminplan des DFB dafür, dass es immer schwieriger wird, attraktive Mannschaften für das Hallenfestival zu gewinnen. Doch die Organisatoren waren nicht untätig. So können sie auch bei der 25. Auflage ein Teilnehmerfeld präsentieren, das es in sich hat. Zuletzt haben die Sportfreunde Lotte dreimal in Folge triumphiert. Sie sind diesmal nicht dabei. Es wird also einen neuen Sieger gegeben. Die Spannung bleibt in jedem Fall erhalten.
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Mit Marco Myyry vom SV Meppen war Ende der 1980 Jahre ein aktueller finnischer Nationalspieler in der Kreissporthalle.
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Für die bis heute größte Überraschung sorgte der SC Preußen Lengerich (rechts im Bild) 1993. Als Vorturniersieger gewann der damalige Verbandsligist auch das Hauptturnier und bezwang im Finale Zaglebie Lubin (links).
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Zahlreiche heutige deutsche Nationalspieler zeigten ihr Können auch in Ibbenbüren, wie 2008 Marco Reus (2. von links) mit RW Ahlen.
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Viele packende Spiele lieferte das Hallenfestival bisher.
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Gastbeber Arminia Ibbenbüren war für das Hauptturnier stets gesetzt. Hier gewinnt Bernward Vosseberg einen Zweikampf im Spiel gegen den VfL Osnabrück. Die beste Platzierung der Arminen war der dritte Platz 1992.
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Herward Niehoff (links), der “Erfinder” des Hallenfestivals, überreicht hier den Siegerpokal an Dirk Hupe von Fortuna Köln (1990).
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Westfalia Westerkappeln geht als Titelverteidiger im Vorturnier ins Rennen.
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